Der TOP-Assay (Total Oxidisable Precursor Assay) ist eine spezielle Labormethode in der PFAS-Analytik. Sie dient dazu, oxidierbare PFAS-Vorläuferverbindungen (Precursors) sichtbar zu machen, die mit konventionellen Analysen häufig nicht erfasst werden.
Hierfür werden die Vorläuferstoffe durch eine starke chemische Oxidation gezielt in stabile, messbare perfluorierte Alkylsäuren (PFAAs) überführt. Ziel ist es, das potenzielle PFAS-Belastungsrisiko einer Probe umfassender zu bewerten.
Der TOP-Assay basiert auf einer alkalischen Persulfat-Oxidation, meist unter Einsatz von Kalium- oder Natriumpersulfat. Dabei werden PFAS-Vorläuferverbindungen in kurzkettige, analytisch gut erfassbare PFAAs umgewandelt.
Zur Bewertung werden zwei Analysen durchgeführt:
Die Differenz zwischen beiden Messungen gibt Aufschluss über die Menge an zuvor nicht erfassten, oxidierbaren PFAS-Vorläufern und damit über das PFAS-Potenzial der Probe.
Standardanalysen erfassen nur eine begrenzte Auswahl definierter PFAS-Einzelstoffe. Viele Vorläuferverbindungen bleiben dabei unsichtbar, können sich jedoch in der Umwelt langfristig zu persistenten PFAS umwandeln.
Die Vorteile von TOP-Assay sind: