PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) spielen bei Deponiesickerwasser eine zunehmend wichtige Rolle. Aufgrund ihrer hohen chemischen Stabilität, Persistenz und Mobilität können sie aus Deponiekörpern ausgewaschen werden und über lange Zeiträume hinweg Grundwasser, Oberflächenwasser und Böden belasten.
Deponien wirken dabei häufig als langfristige Emissionsquellen, da PFAS in Abfällen kaum abgebaut werden und kontinuierlich in das entstehende Sickerwasser übergehen. Viele PFAS stehen im Verdacht, gesundheitliche und ökologische Schäden zu erzeugen und stellen daher eine besondere Herausforderung für Umweltüberwachung und Sanierung dar.
PFAS können auf unterschiedlichen Wegen in Deponien eingetragen werden, unter anderem durch:
Beim Durchsickern von Niederschlagswasser werden PFAS aufgrund ihrer hohen Wasserlöslichkeit aus dem Deponiekörper gelöst und mit dem Sickerwasser weitertransportiert. Die sehr stabile Kohlenstoff-Fluor-Bindung verhindert einen natürlichen Abbau, sodass PFAS über Jahrzehnte in der Umwelt verbleiben können. Einzelne Verbindungen können sich zudem in Organismen anreichern und so in die Nahrungskette gelangen.
Herkömmliche Verfahren zur Behandlung von Deponiesickerwasser oder kommunalem Abwasser sind in der Regel nicht auf die Entfernung von PFAS ausgelegt. Biologische Reinigungsstufen zeigen kaum Wirkung, da PFAS mikrobiell nicht oder nur sehr begrenzt abgebaut werden.
Für Betreiber von Deponien ergeben sich daraus erhebliche technische und regulatorische Herausforderungen:
Deponiesickerwasser zählt damit zu den anspruchsvollsten Anwendungen in der PFAS-Wasseraufbereitung.