Die Wasseraufbereitung ist ein sicherheitskritisch und -relevanter Bestandteil von Kraftwerken. Unzureichend aufbereitetes Speisewasser kann Korrosion, Kesselsteinbildung und Ablagerungen verursachen. Die Folgen reichen von Wirkungsgradverlusten bis hin zu ungeplanten Stillständen und gravierenden Schäden an Kesseln, Turbinen oder Rohrleitungssystemen.
Herco entwickelt Wasseraufbereitungssysteme, die durch ihre präzise Auslegung stabil, normgerecht und dauerhaft zuverlässig arbeiten. Denn Kraftwerke sind Teil der kritischen Infrastruktur. Fällt eine Anlage aus, kann dies Auswirkungen auf die Energieversorgung haben. Deshalb berücksichtigt unser Engineering projektspezifische Sicherheitsvorgaben für einen sicheren Kraftwerksbetrieb.
Die Effizienz eines Kraftwerks hängt maßgeblich von der Wasserqualität ab. Minimale Restleitfähigkeit, reduzierte Härtebildner und kontrollierte Sauerstoffgehalte steigern die Wärmeübertragung und senken den Energieeinsatz. Gleichzeitig verringern sich Absalzmengen, Chemikalienverbrauch und Wartungsaufwand.
Herco konzipiert effiziente Lösungen zur Aufbereitung von Kesselwasser für Kraftwerke, die exakt auf die jeweilige Anlagenleistung abgestimmt sind. Durch optimierte Verfahrenskombinationen, ressourcenschonende Auslegung und langlebiges Anlagendesign sichern wir einen wirtschaftlichen und nachhaltigen Betrieb. Das Ergebnis: stabile Prozesse und eine maximale Anlagenverfügbarkeit.
Wir entwickeln zuverlässige Lösungen, die individuell auf Ihr Kraftwerkskonzept abgestimmt sind. Unsere Leistungen im Überblick:
Mittels einer detailierten Wasseranalyse erfassen wir betriebsrelevante Parameter. Zusätzlich bewerten wir normative Anforderungen sowie projektspezifische Sicherheitsvorgaben.
Auf Basis der Analyse definieren wir die technischen Systemauslegungen. Dabei berücksichtigen wir Wirkungsgradziele, Werkstoffanforderungen, Druckstufen sowie chemische und thermische Belastungen.
Durch präzise abgestimmte Verfahrenskombinationen reduzieren wir Energieverluste, minimieren Absalzmengen und verbessern die Wärmeübertragung. Das Ergebnis ist eine messbare Effizienzsteigerung im Turbinen- und Kesselbetrieb.
Für kritische Infrastrukturen entwickeln wir 2 × 100 % oder 3 × 50 % Konzepte inklusive sicherer Umschaltstrategien und ausfallsicherer Steuerung. So gewährleisten wir maximale Anlagenverfügbarkeit und Betriebssicherheit.
Über digitale Überwachungssysteme erfassen wir kontinuierlich sicherheitsrelevante Parameter. Abweichungen werden frühzeitig erkannt, Wartungsmaßnahmen zustandsorientiert geplant und sämtliche Prozessdaten transparent dokumentiert.
1. Enthärtungsanlage
Filtration
Enthärtung
2. Umkehrosmose
Umkehrosmose (UO)
Membranentgaser (MEG)
Elektrodeionisation (EDI)
3. Speicherung und Verteilung
Reinstwassertank
Druckerhöhungsanlage
Mischbettvollentsalzer
UV Anlage
4. Prozesswasserkreislauf
UV-Anlage
Mischbettvollentsalzer
Für industrielle Dampfkesselanlagen, insbesondere Großwasserraumkessel, bilden die Normen DIN EN 12953-10 und DIN EN 12953-12 eine wichtige Grundlage. In Kraftwerken und größeren Energieanlagen wird zusätzlich häufig die Richtlinie VGB-S-010 (ehemals VGB-R 450) angewendet, die Grenzwerte für Speisewasser, Kesselwasser und Kondensat im Wasser-Dampf-Kreislauf festlegt. Ergänzend werden in der Praxis auch frühere Regelwerke wie TRD 611 oder das VdTÜV-Merkblatt MB TECH 1453 als technische Referenz genutzt. Für kleinere wassergeführte Systeme kommt zudem häufig die Richtlinie VDI 2035 zur Anwendung.
Die Vorgaben für die Speisewasserqualität ergeben sich heute vor allem aus Normen wie DIN EN 12953 sowie aus Richtlinien wie VGB-S-010. Ergänzend werden in der Praxis auch frühere Regelwerke wie TRD 611 oder VdTÜV-Merkblätter als technische Referenz herangezogen.

Für Gaskraftwerke (H₂-ready) liefert Herco hochreine Speise- und Kesselwasserqualität, die einen sicheren und effizienten Turbinenbetrieb gewährleistet.

Für kommunale Heizkraftwerke entwickeln wir wirtschaftliche und normgerechte Aufbereitungssysteme, die eine hohe Anlagenverfügbarkeit bei gleichzeitig optimierten Betriebs- und Wartungskosten ermöglichen.
In Müllheizkraftwerken sichert unsere Kesselwasseraufbereitung eine stabile Wasserqualität trotz anspruchsvoller Betriebsbedingungen und schützt Kessel- sowie Dampfsysteme nachhaltig vor Korrosion und Ablagerungen.

Unsere Systeme garantieren eine präzise abgestimmte Speisewasserqualität für eine effiziente und betriebssichere Eigenenergieerzeugung.
Die Kesselwasseraufbereitung im Kraftwerk verhindert Korrosion, Kesselsteinbildung und Ablagerungen in Großkesseln und Dampferzeugern. Bereits geringe Abweichungen bei Leitfähigkeit, Härte oder Sauerstoffgehalt können Wirkungsgradverluste oder materialtechnische Schäden verursachen. Die Anforderungen an Kesselwasser sind unter anderem in DIN EN 12953-10 & -12, TRD 611, VdTÜV MB TECH 1453 sowie in den VGB-Richtlinien definiert. Diese Regelwerke legen Grenzwerte für Leitfähigkeit, Silikat, Sauerstoff und weitere Parameter fest und bilden die Grundlage für einen sicheren Kraftwerksbetrieb.
Die Wasserenthärtung im Kraftwerk dient der Entfernung von Calcium- und Magnesiumionen, um Härtebildner im Speisewasser zu reduzieren. Ohne Enthärtung entstehen Kesselsteinablagerungen, die die Wärmeübertragung verschlechtern und den Energieeinsatz erhöhen. Normative Vorgaben, wie die DIN EN 12953-10, definieren klare Grenzwerte für Resthärte im Speisewasser. Die Enthärtung bildet daher häufig die erste verfahrenstechnische Stufe innerhalb einer mehrstufigen Aufbereitungskette für Dampfkesselanlagen.
Großkessel stellen hohe Anforderungen an Reinheit, Stabilität und kontinuierliche Überwachung der Wasserqualität. Neben der Entfernung von Härtebildnern müssen gelöste Salze, Kieselsäure, Sauerstoff und organische Bestandteile kontrolliert werden. Während kleinere Kessel oft mit bloßer Enthärtung auskommen, erfordern Großkessel, die mit hohen Drücken und Temperaturen arbeiten, in der Regel demineralisiertes, entgastes und chemisch konditioniertes Speisewasser.
Die Wasseraufbereitung für Dampfkessel erfordert besonders niedrige Restleitfähigkeiten sowie definierte Grenzwerte für Sauerstoff, Silikat und pH-Wert. Während industrielle Prozesswasseranwendungen häufig tolerantere Parameter erlauben, gelten im Dampfkesselbetrieb eng definierte Qualitätsbereiche. Regelwerke wie VGB-Richtlinien konkretisieren diese Anforderungen praxisnah und geben Empfehlungen zur Fahrweise, Überwachung und Dokumentation.
Speisewasser für Dampfkessel muss nahezu frei von Härtebildnern, gelösten Salzen und korrosiven Gasen sein. Maßgeblich sind Grenzwerte für Restleitfähigkeit, pH-Wert, Sauerstoffgehalt, Silikat und Eisen. Die Einhaltung dieser Parameter ist in DIN EN 12953 sowie ergänzenden technischen Regelwerken wie TRD 611 verbindlich geregelt. Eine kontinuierliche Überwachung stellt sicher, dass die normativen Anforderungen dauerhaft eingehalten werden und die Betriebssicherheit gewährleistet bleibt.
Eine normgerechte Wasseraufbereitung reduziert Ablagerungen auf wärmeübertragenden Flächen und verhindert korrosionsbedingte Schäden. Dadurch bleiben Wärmeübertragungskoeffizienten stabil und Energieverluste gering. Die konsequente Einhaltung der definierten Qualitätsparameter führt zu einer höheren Anlagenverfügbarkeit, reduzierten Absalzmengen und geringeren Wartungsintervallen. So wird ein wesentlicher Beitrag zur wirtschaftlichen und sicheren Kraftwerksführung geleistet.
Bitte wählen Sie, wie wir Ihnen helfen können. Bei weiteren Anliegen kontaktieren Sie uns jederzeit gerne direkt.
Unverbindlich zu Ihrem Wunschtermin
Direkt per E-Mail
Christian Krumbholz
Kundenbetreuer Industrie
christian.krumbholz@hercowater.com
Antwort innerhalb 24 Stunden
+49 (0) 7141 7095 135
Mo-Fr 9:00 - 17:00